Tragesysteme und Holster bei OBRAMO: Ausrüstung, die am Koppel zusammenpasst
Seit über 20 Jahren statten wir ganze Dienststellen mit Tragesystemen aus, bei denen Holster, Taschen und Aufnahmen aufeinander abgestimmt sind statt sich am Gürtel gegenseitig zu blockieren.
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Ein Tragesystem entscheidet sich nicht am Einzelteil, sondern an den Schnittstellen. Wir rüsten seit über 20 Jahren komplette Dienststellen aus und sehen dabei immer denselben Fehler: Holster, Magazintasche und Koppel stammen aus drei verschiedenen Systemen und lassen sich nicht sauber kombinieren. Deshalb stellen wir das Sortiment so zusammen, dass Aufnahmen, Stege und Adapter untereinander kompatibel bleiben. Was hier steht, muss eine volle Schicht überstehen: Sitzen im Streifenwagen, Kontrollen im Stehen, Zugriff mit Handschuhen.
Was ein Tragesystem im Dienst leisten muss
Ein voll belegtes Koppel wiegt schnell vier bis sechs Kilo. Diese Last liegt auf dem Beckenkamm, nicht auf der Wirbelsäule, und sie wandert, sobald du dich bewegst. Ein gutes Tragesystem verteilt das Gewicht auf mehrere Auflagepunkte und hält jedes Teil dort, wo deine Hand es blind findet.
Die Reihenfolge am Gürtel folgt nicht dem Geschmack, sondern der Zugriffshand. Führungshand: Waffe oder Reizstoffsprühgerät. Schwache Hand: Handschellen, Funkgerät, Lampe. Alles, was du im Sitzen unter dich schiebst, gehört nach hinten. Wer das ignoriert, merkt es spätestens nach der dritten Streifenfahrt am Rücken.
Die Aufnahme entscheidet: Koppel, MOLLE oder Plattenträger
Der Träger bestimmt, was überhaupt kombinierbar ist. Am Koppel arbeitest du mit Gürtelschlaufen, Paddle oder Clip. Am Plattenträger und an Einsatzwesten hast du gewebte Schlaufen nach MOLLE und Klettflächen. Zwischen beiden Welten vermitteln Adapterplattformen und Holsterstege.
- Gürtelschlaufe: sitzt eng am Körper, nichts verrutscht, dafür kein schneller Wechsel.
- Paddle und Clip: Holster ab und an in Sekunden, sinnvoll bei wechselnder Bekleidung. Weniger Rückhalt bei Zug von außen.
- Holstersteg und Beinplattform: nötig, sobald ein Plattenträger den Gürtelbereich verdeckt. Tiefer heißt nicht besser, sondern ab einem gewissen Punkt nur noch schwingend.
- Aufnahme nach MOLLE: modular, austauschbar, richtig verwebt bombenfest. Falsch verwebt löst sie sich.
Prüf vor dem Kauf, welche Schnittstelle dein vorhandenes Koppel und dein Plattenträger anbieten. Ein Holster ohne passenden Adapter ist ein teurer Briefbeschwerer.
Retention: wie fest muss es sitzen
Sicherungsstufen werden von den Herstellern als Level angegeben, eine genormte Skala dahinter gibt es nicht. Grob gilt: Stufe eins ist reine Reibung oder ein Klick, jede weitere Stufe ergänzt eine aktive Sicherung, meist Daumenhebel oder Rotationsverschluss.
Mehr Sicherung heißt mehr Schutz gegen Entwaffnung und gleichzeitig langsamerer Zugriff. Im offenen Publikumsverkehr, bei Zugriffen und im Justizvollzug rechtfertigt das den Aufwand. Wer verdeckt trägt, fährt mit einer einfacheren Sicherung besser. Entscheidend ist in beiden Fällen: Der Entriegelungsweg muss mit Handschuh funktionieren und ohne Blick sitzen. Das trainierst du trocken ein, bevor du damit in den Dienst gehst.
Material: Kydex, Cordura oder Leder
Kydex und Polymer sind formstabil, führen die Waffe immer in derselben Bahn zurück und geben beim Einsetzen ein hörbares Klick. Der Nachteil: Jedes Modell braucht seine eigene Form, und in der Nacht ist dieses Klick hörbar.
Cordura und Nylon sind leichter, geräuschärmer und toleranter gegenüber leichten Modellabweichungen. Dafür verzieht sich die Öffnung mit den Jahren, das Wiedereinsetzen mit einer Hand wird fummeliger.
Leder gehört zur Repräsentation und zum klassischen Dienstbild. Es braucht Pflege, nimmt Feuchtigkeit auf und arbeitet mit der Zeit. Für den täglichen Nassdienst würden wir es nicht empfehlen, für den Wachdienst mit gepflegtem Auftritt schon.
Die Bereiche im Überblick
- Holster – Innen- und Außenholster, Beinplattformen, Halterungen für Einsatzlampen und Sprays.
- Magazintaschen – Pistolenmagazine einzeln und doppelt, dazu Aufnahmen für Langwaffenmagazine.
- Funkgerätetaschen – offene und geschlossene Ausführungen, mit Kabelführung für die Sprechgarnitur.
- Pouches / Utility-Taschen – Handschellentaschen, Einwegfesseln, Kleinkram, der sonst in der Hosentasche klappert.
- Holsterzubehör – Stege, Drehadapter, Plattformen für MOLLE, Ersatzschrauben.
Die Basis für all das findest du unter Koppel, Gürtel und Zubehör. Wer die Ausrüstung an der Weste trägt, kombiniert die Taschen mit dem passenden Fesselmittel direkt am Plattenträger.
Fehler, die uns am Telefon am häufigsten begegnen
Alles wandert ans Koppel. Irgendwann sitzt du auf der eigenen Ausrüstung, und beim Aussteigen bleibt die Magazintasche am Gurt hängen. Verlagere selten benötigte Ausrüstung an Weste oder Tasche.
Die Zugriffshand wird beim Kauf vergessen. Formangepasste Holster gibt es rechts und links, ein Rechtshänderholster lässt sich nicht spiegeln.
Nachrüsten ohne Adapter. Ein Holster, dessen Rückseite auf MOLLE ausgelegt ist, passt nicht ohne Weiteres ans Koppel, und ein Gürtelholster hängt am Plattenträger nur mit passendem Steg. Beides ist lösbar, aber nur mit dem richtigen Teil dazwischen. Ruf uns an, bevor du dreimal bestellst.
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