Magazintaschen bei OBRAMO: Reservemagazine dort, wo die Hand sie findet
Seit über 20 Jahren rüsten wir Dienststellen mit Magazintaschen aus, die zum Magazintyp, zur Aufnahme am Koppel oder an der Weste und zum geforderten Zugriffstempo passen.
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Eine Magazintasche wird meist nebenbei gekauft und im entscheidenden Moment zum Problem. Entweder sitzt das Magazin so fest, dass du mit der schwachen Hand nicht rauskommst, oder es sitzt so locker, dass es beim Aussteigen aus dem Fahrzeug im Fußraum landet. Zwischen diesen beiden Fehlern liegt die gesamte Auswahl. Wir stellen das Sortiment nach denselben Kriterien zusammen, mit denen wir ganze Dienststellen ausstatten: Passform zum Magazin, einstellbarer Rückhalt, saubere Aufnahme am Trägersystem.
Offen oder gesichert: Der Rückhalt entscheidet
Offene Taschen halten das Magazin über Reibung oder einen Gummizug. Der Zugriff ist kurz, weil nichts geöffnet werden muss, und für Schießausbildung und Schnellladeübungen die richtige Wahl. Im Streifendienst mit viel Bewegung, Sitzen und Körperkontakt verlierst du damit irgendwann ein Magazin.
Geschlossene Taschen mit Lasche oder Deckel halten alles fest und schützen zusätzlich vor Staub, Regen und Streusalz. Du zahlst mit einer knappen halben Sekunde beim Zugriff. Für den täglichen Dienst am Koppel ist das der Standard, den wir empfehlen.
Kydex und formgepresste Schalen sind der Mittelweg: Der Rückhalt ist über eine Schraube einstellbar, das Magazin rastet definiert ein und kommt beim Ziehen ebenso definiert wieder frei. Stell die Spannung so ein, dass du die Tasche kopfüber schütteln kannst, ohne dass das Magazin fällt, aber ein bewusster Zug reicht.
Magazintyp und Kaliber bestimmen die Passform
Ein Pistolenmagazin im Kaliber 9 mm, ein Stangenmagazin für M4 und ein Magazin für MP5 haben drei völlig verschiedene Querschnitte. Formgepresste Magazintaschen passen jeweils nur auf einen davon. Multikaliberausführungen aus Cordura mit verstellbaren Einsätzen decken mehrere Typen ab, sind aber nie so schnell wie eine passgenaue Schale.
Achte bei Pistolenmagazinen auf einfach- oder doppelreihige Bauform. Ein doppelreihiges Magazin passt nicht in eine Tasche für einreihige, und umgekehrt klappert es. Wer im Zug arbeitet und mehrere Waffenmodelle im Bestand hat, fährt mit verstellbaren Taschen besser als mit fünf verschiedenen Schalen.
Die Aufnahme: Koppel, Weste oder Plattenträger
Am Koppel arbeitest du mit Gürtelschlaufen oder Koppelclips. An Weste und Plattenträger mit Schlaufen nach dem MOLLE-Prinzip oder mit Klett. Beide Welten lassen sich über Adapterplattformen verbinden, aber nicht ohne das passende Teil dazwischen. Prüf vor dem Kauf, welche Rückseite die Tasche hat und was dein Trägersystem anbietet.
Verwebe Schlaufen immer vollständig durch, nicht nur durch die oberste Reihe. Eine halb eingefädelte Tasche hält im Regal und versagt im Griff. Passende Stege und Adapter findest du unter Holsterzubehör, das Koppel als Basis unter Koppel, Gürtel und Zubehör.
Trageposition und Ausrichtung
Reservemagazine gehören auf die Seite der schwachen Hand, weil die Führungshand am Griff bleibt. Die gängige Praxis ist, Pistolenmagazine mit dem Geschossboden nach vorn und der Zuführlippe nach oben zu tragen, damit der Daumen beim Greifen automatisch die Munitionsseite findet. Das musst du nicht denken, das musst du trainieren.
Ein volles Langwaffenmagazin bringt rund ein halbes Kilo auf die Waage, ein volles Pistolenmagazin etwa 250 Gramm. Drei davon am Koppel merkst du nach der halben Schicht. Was du selten brauchst, gehört an die Weste oder in eine Pouch, nicht in die vordere Reihe.
Material: Kydex, Cordura oder Elastik
Kydex ist formstabil, geräuschvoll beim Einsetzen und gibt jedes Mal denselben Widerstand. Cordura ist leiser, leichter und toleranter, verzieht sich aber über die Jahre. Elastische Taschen sind die leichteste Lösung, halten sauber, solange die Spannung stimmt, und werden mit der Zeit müde. Wir würden Elastik für Ausbildung und Zweitausstattung einsetzen, nicht für die Waffe im täglichen Dienst.
Fehler, die uns am Telefon begegnen
Die Tasche wird zur Waffe bestellt, nicht zum Magazin. Entscheidend ist die Magazinkontur, nicht das Waffenmodell auf dem Karton.
Die Rückseite passt nicht zum Träger. Eine Tasche mit Schlaufen für die Weste lässt sich nicht ohne Weiteres ans Koppel hängen.
Der Rückhalt wird nie eingestellt. Bei verstellbaren Schalen ist die Werkseinstellung ein Vorschlag, kein Ergebnis. Zieh die Schraube fest, prüf mit einem Ruck, korrigier nach.
Wie Magazintasche, Holster und Koppel zusammenspielen, haben wir unter Holster und Tragesysteme zusammengefasst. Wenn du unsicher bist, ruf an, bevor du dreimal bestellst.
Warum Dienststellen bei uns bestellen
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