Stichschutz von OBRAMO für Streifendienst, Justizvollzug und Sicherheitsdienste
Seit über 20 Jahren statten wir ganze Dienststellen mit Stichschutz aus – von der flachen Unterziehweste bis zur zertifizierten Stichschutzweste für den offenen Einsatz.
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Ein Messer ist die Waffe, mit der Du im Dienst am wahrscheinlichsten konfrontiert wirst. Stichschutz arbeitet gegen genau diesen Angriff: Er fängt die Spitze ab, bevor sie in die Tiefe geht. Wir wählen stichfeste Kleidung nach denselben Kriterien aus, mit denen wir Streifendienste und Justizvollzug komplett ausstatten – geprüfte Schutzklasse, Flächendeckung an den richtigen Stellen, und ein Gewicht, das Du acht Stunden erträgst. Was auf dem Datenblatt glänzt und im Spind bleibt, hilft niemandem.
Wie Stichschutz funktioniert
Stichschutzkleidung blockt nicht ab, sie bremst. Dicht gewebte Hochleistungsfasern, harzverfestigte Lagen oder feine Metallgeflechte verhaken die Klingenspitze und verteilen die Energie auf die Fläche, statt sie punktuell durchzulassen. Das Ergebnis ist keine Rüstung, sondern eine Schwelle: Der Stich bleibt in der Schutzlage stecken oder dringt nur noch wenige Millimeter ein.
Ehrlich gesagt: Hundertprozentigen Schutz gibt es bei flexiblen Textilien nicht. Stichsichere Kleidung senkt das Verletzungsrisiko deutlich und verwandelt eine potenziell tödliche Wunde in eine behandelbare. Sie ersetzt keine Deckung und keine Distanz.
Schutzklassen: VPAM und NIJ statt Fantasielevel
Im Netz kursiert der Begriff Stichschutz Level 5. Den gibt es nicht. Die Fünf stammt aus der Schnittschutzskala für Gewebe und sagt über Stichfestigkeit nichts aus. Zwei Prüfmaßstäbe zählen wirklich:
- Die VPAM KDIW 2004 prüft Klingen, Dorn und Injektionsnadel. Die Klassen reichen von K1 bis K3 und geben an, welche Aufprallenergie das Material sicher aufnimmt – K1 deckt den typischen Angriff mit einem Messer ab.
- Der NIJ Standard 0115 arbeitet mit den Stufen 1 bis 3 und misst in Joule. Er ist im internationalen Handel verbreitet und taucht auf Importware regelmäßig auf.
Achte darauf, ob ein Modell gegen Klinge, gegen Dorn oder gegen beides geprüft ist. Ein Schutz, der eine breite Klinge stoppt, muss einen spitzen Dorn nicht aufhalten – und eine Injektionsnadel ist noch einmal eine eigene Kategorie.
Weste oder Jacke: die Frage der Trageebene
Die Bauart richtet sich nach dem Einsatzprofil, nicht nach dem Datenblatt.
- Die Stichschutzweste ist der Kern der Kategorie. Als flache Unterziehweste verschwindet sie unter dem Diensthemd, als Außenträger nimmt sie zusätzlich Taschen und Kennzeichnung auf. Zu den Stichschutzwesten.
- Eine stichfeste Jacke ziehst Du über, wenn der Schutz situativ dazukommt – Kontrollen im Freien, Objektschutz, Wechselschichten. Zu den Stichschutzjacken.
Faustregel aus der Beratung: Wer den Schutz jeden Tag trägt, nimmt die verdeckte Weste, weil er sie nicht auszieht. Wer ihn lageabhängig braucht, greift zur Jacke.
Kettenhemd und Metallgeflecht: die Grenzen
Ringgeflecht taucht bei der Suche nach Stichschutz regelmäßig auf und hat einen realen Nutzen gegen ziehende Schnitte. Gegen einen gezielten Stich mit schmaler Klinge liegt die Sache anders: Eine feine Spitze findet den Weg zwischen die Ringe. Dazu kommt das Gewicht auf den Schultern, das nach zwei Stunden Streife spürbar wird. Für den Dienstalltag setzen wir deshalb auf textile Systeme mit geprüfter Klasse und halten das Geflecht dort, wo es hingehört: in speziellen Anwendungen, nicht als Allzwecklösung.
Was Stichschutz nicht kann
Der teuerste Irrtum im ganzen Bereich ist die Gleichsetzung von Stich, Schnitt und Schuss. Drei Bedrohungen, drei Materialien, drei Prüfungen.
- Gegen die ziehende Klinge braucht es schnitthemmendes Gewebe. Das findest Du unter Schnittschutz.
- Gegen Projektile hilft nur Ballistik – weichballistische Pakete oder Hartballistik im Plattenträger. Zum ballistischen Schutz.
- Manche Westen kombinieren beides und schützen zugleich gegen Messer und Kurzwaffenmunition. Das kostet Gewicht, deckt dafür beide Lagen ab.
Die Hand bleibt in jeder Konstellation ungeschützt, wenn Du nicht separat vorsorgst. Passende Modelle findest Du bei den Schutzhandschuhen.
Rechtlicher Rahmen
Stichschutz ist keine Waffe. Du darfst stichfeste Kleidung als Behörde wie als Privatperson frei kaufen und tragen, eine Erlaubnis brauchst Du nicht. Eine Grenze zieht § 17a des Versammlungsgesetzes: Auf öffentlichen Versammlungen ist Schutzausrüstung untersagt, die geeignet ist, Vollstreckungsmaßnahmen abzuwehren – das schließt stichhemmende Westen ausdrücklich ein. Im Dienst, im Objektschutz und im privaten Umfeld greift die Regel nicht. Das ist die sachliche Einordnung, keine Rechtsberatung.
Für Dienststellen und Sicherheitsunternehmen wickeln wir Komplettausstattungen samt Größenlauf ab. Ruf an, bevor Du bestellst – wir sagen Dir auch, wenn die günstigere Unterziehweste für Deinen Zweck reicht und Du keine zertifizierte Hochleistungsweste brauchst.
Warum Du bei OBRAMO kaufst
- 10 % Behördenrabatt für Angehörige des öffentlichen Dienstes.
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