Stichschutzwesten für Polizei, Justiz und Sicherheitsdienste
Seit über 20 Jahren führen wir bei OBRAMO ausschließlich Stichschutzwesten mit geprüfter Schutzklasse nach VPAM oder NIJ – vom flachen Unterziehmodell bis zum Außenträger für den offenen Dienst.
Eine stichsichere Weste ist die Ausrüstung, die Du im besten Fall nie brauchst und im schlechtesten Fall nicht ersetzen kannst. Entscheidend ist die dokumentierte Energieaufnahme in Joule, nicht das Werbeversprechen auf dem Etikett. Wir stellen unser Sortiment nach denselben Kriterien zusammen, mit denen wir ganze Dienststellen ausstatten – und wissen nach über 20 Jahren: Die beste Schutzweste ist die, die nach der dritten Schicht immer noch getragen wird.
Schutzklassen: was die Joulewerte bedeuten
Eine stichfeste Weste wird danach bewertet, welche Aufprallenergie sie aufnimmt, bevor die Klinge in die Tiefe geht. Zwei Prüfsysteme sind im Handel relevant.
- Die VPAM KDIW 2004 prüft gegen Klinge, Dorn und Injektionsnadel. Die Klasse K1 deckt rund 25 Joule ab – das entspricht dem typischen Angriff mit einem Messer aus dem Handgelenk. K2 und K3 liegen bei 40 und 65 Joule und zielen auf Wuchtangriffe mit vollem Körpereinsatz.
- Der NIJ Standard 0115 arbeitet mit Level 1 bis 3. Level 1 wird mit 24 Joule geprüft und mit 36 Joule auf Durchschlag überprüft – ein realistisches Niveau für Kontrolldienst und Objektschutz.
Wichtig ist der Prüfgegenstand, nicht nur die Zahl. Eine Weste, die eine breite Klinge stoppt, hält einen schmalen Dorn nicht zwangsläufig auf. Frag im Zweifel nach dem Prüfbericht – bei zertifizierter Ware bekommst Du ihn.
Unterziehweste oder Außenträger
Die Bauart entscheidet darüber, ob Du die Weste trägst oder nicht.
Die verdeckte Unterziehweste verschwindet unter Hemd und Dienstjacke. Sie ist erste Wahl im zivilen Streifendienst, im Ordnungsamt und überall dort, wo Schutz nicht sichtbar sein soll. Der Preis dafür ist Wärme: Unter dem Hemd staut sich die Hitze, und im Sommer merkst Du jedes Gramm.
Der Außenträger sitzt über der Uniform und ist häufig mit dem MOLLE System ausgestattet. Er nimmt Funkgerät, Handschellen und Erstversorgung auf, lässt Luft an den Rücken und ist in Sekunden abgelegt. Dafür ist er sichtbar – was in der Deeskalation je nach Lage hilft oder schadet. Eine Schutzweste für die Polizei im Wachdienst wird deshalb anders gewählt als eine für den verdeckten Einsatz.
Der Seitenschutz, an den kaum jemand denkt
Die meisten Stichschutzwesten decken Front und Rücken ab. Die Flanke bleibt offen – und genau dort trifft es Dich, wenn Du Dich zum Angreifer drehst oder im Gerangel zu Boden gehst. Ein separater Seitenschutz schließt diese Lücke und lässt sich an den meisten Systemen nachrüsten.
Nach über 20 Jahren sagen wir das offen, auch wenn es unbequem klingt: Wer 400 Euro in eine zertifizierte Weste steckt und die Flanke aus Kostengründen weglässt, spart an der falschen Stelle. Prüf beim Anlegen, wie weit die Schutzfläche unter den Achseln reicht.
Stichschutz ist kein Schussschutz
Der Irrtum kostet im Ernstfall alles. Eine stichsichere Weste arbeitet mit dicht gewebten oder verfestigten Lagen, die eine Klinge verhaken. Ein Projektil trifft mit einem Vielfachen der Energie und wird davon nicht aufgehalten. Umgekehrt gilt das genauso: Weichballistische Pakete stoppen Kurzwaffenmunition, lassen aber eine schmale Klinge zwischen die Fasern gleiten.
Wer beides braucht, kombiniert die Systeme oder greift zu einer Weste mit ballistischem Paket und zusätzlicher Stichschutzeinlage. Die entsprechenden Modelle findest Du bei den ballistischen Westen. Das kostet Gewicht, deckt dafür beide Bedrohungen ab.
Passform, Größe und Pflege
- Miss über der Kleidung, die Du im Dienst trägst. Eine Weste, die über dem T-Shirt passt, sitzt über dem Diensthemd zu eng.
- Die Schutzfläche muss vom Schlüsselbein bis knapp über den Beckenkamm reichen. Zu lang behindert beim Sitzen im Fahrzeug, zu kurz lässt den Bauchraum frei.
- Verfestigte Lagen mögen keine dauerhafte Knickbelastung. Häng die Weste auf, statt sie zusammengefaltet im Spind zu lagern.
- Der Träger wird gewaschen, das Schutzpaket nicht. Das steht auf jedem Etikett und wird trotzdem regelmäßig ignoriert.
- Zertifizierte Schutzpakete haben ein Haltbarkeitsdatum. Nach Ablauf gehören sie ausgetauscht, auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist.
Rechtliches
Eine Stichschutzweste ist keine Waffe. Du darfst sie als Behörde wie als Privatperson frei kaufen und tragen, eine Erlaubnis brauchst Du nicht. Die Grenze zieht § 17a des Versammlungsgesetzes: Auf öffentlichen Versammlungen ist Passivbewaffnung untersagt, und dazu zählt eine stichfeste Weste ausdrücklich. Im Dienst, im Objektschutz und im privaten Umfeld greift die Regel nicht. Das ist die sachliche Einordnung, keine Rechtsberatung.
Für Dienststellen und Sicherheitsunternehmen wickeln wir Größenläufe und Großbestellungen ab. Ruf an, bevor Du bestellst – wir sagen Dir auch, welche Schutzklasse für Dein Einsatzprofil reicht und wo Du Dein Geld sparen kannst. Den Überblick über alle Bauarten findest Du unter Stichschutz.
Warum Du bei OBRAMO kaufst
- 10 % Behördenrabatt für Angehörige des öffentlichen Dienstes.
- 15 % Rabatt für Mitglieder der GdP über unsere Kooperation.
- Eigenes Lager in Salzgitter, Ware geht schnell raus.
- Telefonische Fachberatung durch das Team von OBRAMO.
- Erfahrung mit Großbestellungen und der Ausstattung kompletter Dienststellen.
- 30 Tage Rückgaberecht.
- Nach ISO 9001 zertifizierte Qualitätsprozesse in Einkauf und Abwicklung.